Wir sind ein Spitzen-IT-Unternehmen, dass über den Horizont schaut. Unsere Arbeit hängt zwar direkt mit Informationstechnologie und der Leitung komplexer IT-Projekte zusammen, unser Interesse deckt jedoch weit mehr ab. Deshalb widmen wir uns weitgehend auch unserer eigenen Forschung, zu deren Ergebnissen auch die intelligente Lösung einer Abfallüberwachung zählt: SENSONEO.

Auf den Gedanken, dass wir uns mit der Abfallwirtschaft befassen sollen, kamen wir ganz zufällig – beim gemeinsamen Bier trinken. Wir diskutierten mit einem Freund, der Mülltonnen liefert, über die Abfallwirtschaft. Die Diskussion brachte uns dazu zu überlegen, wie man Abfallwirtschaft mit moderner Technologie verbinden kann, damit der ganze Prozess durch mehr Logik geprägt ist und der Abfall vernünftig und effektiv abgeholt wird. Jeden von uns stört es, wenn ein Müllfahrzeug die Straße blockiert, wobei wir alle wissen, dass viele Mülltonnen nicht voll sind. Es stört aber auch, wenn man mehrere Tage an überfüllten Mülltonnen vorbeikommt, als ob das Personal der Müllabfuhr keine Ahnung davon hat, dass es diese Mülltonnen gibt.

Wir haben der Abfallwirtschaft den sechsten Sinn gegeben. Wir haben das Motto „Wir fahren den Abfall ab, nicht die Mülltonnen“ erfunden was unser Vorhaben genau definiert: Wir wollen, dass der Abfall nur dann abgeholt wird, wenn es wirklich nötig ist, nicht nur an bestimmten Tagen. Neben der Optimierung des ganzen Prozesses ist es uns gelungen, eine wesentliche Zeitersparnis zu erreichen und die von den Dienstleistern in diesem Bereich zu tragenden Kosten sowie die Umweltbelastung in der Stadt zu senken.

Wir haben uns entschlossen, die ganze Lösung auf Ultraschall aufzubauen, denn als Informatiker und Fachleute im Bereich Automatisierung halten wir dies für das ideale Mittel, kontaktlos den Abstand zu messen. Wir bauten den ersten Prototyp in sechs Wochen. Er war so groß wie eine Schuhschachtel, doch absolut zuverlässig.

Nach der Testphase setzten wir die ersten Sensoren in einem Pilotbetrieb ein. Die Stadt Nitra erwies sich als der beste Partner: Die öffentlichen Versorgungsbetriebe in der Stadt streben die Optimierung der Prozesse an und zeigen eine uneingeschränkte und positive Haltung zur Nutzung moderner Technologie. Schon die ersten Ergebnisse haben bestätigt, dass diese Lösung sinnvoll ist und messbare Vorteile mit sich bringt. Der Kunde war begeistert, denn auf einmal hatte er den Überblick über den Inhalt der Mülltonnen und konnte entsprechend handeln. Kurz danach entschieden wir uns, dass wir die Anzahl von installierten Sensoren erhöhen und der Kommunaldienst in Nitra wurde unser erster Kunde.

Dank dem Pilotbetrieb und der engen Zusammenarbeit mit Nitra haben wir sehr wertvolle Kenntnisse über die Abfallwirtschaft gewonnen. Mit dieser Lösung haben wir uns für den Wettbewerb StartupAwards 2015 angemeldet, der uns bis in das Finale in der Kategorie „Gesellschaft“ brachte und zu mehreren Investitionsangeboten führte, die wir allerdings ablehnten, da wir die Lösung in unseren eigenen Händen behalten wollten.

Danach sind wir an die weitere technische Verbesserung unserer Lösung herangegangen und begannen Pilotbetriebe auch in anderen Städten in Mitteleuropa. Kurz danach haben sich bei uns auch andere ausländische Anbieter gemeldet – mit unseren Partnern aus Australien, Neuseeland und den Beneluxstaaten arbeiten wir derzeit aktiv an dem Verkauf von SENSONEO zusammen. Wir stellten fest, dass dank der Robustheit und den technischen Eigenschaften unserer Sensoren der „Standardabfall“ nur einer von vielen möglichen Einsatzbereichen ist.  Heute haben wir auch Kunden, die Elektrogeräte und Kleidung für karitative Zwecke sammeln.

“Wir verbessern unser Produkt ständig. Wir haben einen kleinen Sensor entwickelt, der über eine Feuermeldefunktion verfügt und bei einem Umstürzen der Mülltonne eine Warnung ausgibt. Mit seinen Fähigkeiten ist dies der kleinste Sensor am Markt, der seinesgleichen sucht. Wir können jetzt die Produktion durch und durch automatisieren und können nach Bedarf 500 Sensoren pro Woche ausliefern."

Nach zweijähriger Tätigkeit am Abfallmarkt nehmen wir die Konkurrenz aufmerksamer wahr. Wir haben das Geschehen in dieser Branche konsequent analysiert und können ohne Zögern sagen, dass wir die Konkurrenz gleich auf mehreren Gebieten schlagen: bei der Präzision der Messungen, bei der Beseitigung von Fehlern, bei der Lebensdauer und dem universellen Einsatz in allen Arten von Sammelbehältern, bei dem Gewicht und der Größe von Sensoren (es befindet sich am Markt kein kleiner Sensor mit denselben Funktionen), bei der intelligenten Befestigung und einfachen Montage sowie wegen geringerer Betriebskosten (dank der Teilung von Übertragungen zwischen mehreren Sensoren, die wir so programmiert haben, dass sie untereinander kommunizieren können). Darüber hinaus ergibt sich unser Vorteil auch daraus, dass wir als softwareorientierte Firma fähig sind, die Anwendung genau nach den Anforderungen des Kunden zu entwickeln und die Lösung in die vorhandenen Informationssysteme einzubetten.

Vor kurzer Zeit sind wir eine Partnerschaft mit Sygic im Bereich Navigation eingegangen, das unsere Lösung in seine Produkte integrieren wird. Wir arbeiten künftig auch mit Gesellschaften zusammen, die im Bereich von Internet of things (IOT) tätig sind, nämlich den Netzwerkbetreibern LoRaWan und Sigfox. Wir sind davon überzeugt, so bestens auf Kunden vorbereitet zu sein, die sich für diese Methode der Kommunikation zwischen den Geräten entscheiden.

Unsere Vision für die ideale Stadt sieht so aus, dass die vorhandenen Möglichkeiten der Reinhaltung jeden Tag bei möglichst geringen Kosten voll genutzt werden. Die moderne Technologie soll uns zum einen dabei helfen, die Umwelt weniger zu belasten, zum anderen dabei, dass wir sinnvoller mit Abfall umgehen. Wir sind davon überzeugt, dass SENSONEO das passende Mittel ist, diese Vision zu verwirklichen.

Martin Basila
Gründer von SENSONEO